Fertigungstechnologien

Mucell

MuCell

fischer automotive ermöglicht durch die Verwendung des MuCell-Spritzgussverfahrens neue Designs bei Lüftungsdüsen. Der Trend zu immer größeren Lüftungsdüsen von ungefähr einem Meter Breite fordert ausreichend steife Trägerstrukturen zur Aufnahme der Düse. Durch das Thermoplast-Schaumspritzgießen erreichen wir ein besseres Fließverhalten im Spritzprozess. Die Verzugsneigung der Bauteile, das Gewicht und die Zykluszeit bei der Fertigung werden reduziert. Trotz ausreichender Steifigkeit wird durch das geschäumte Bauteil auch eine Materialersparnis erzielt – damit realisiert fischer automotive gleichzeitig seinen Anspruch einer nachhaltigen Fertigung.

Sandwich Spritzguss

Lamellen in Lüftungsdüsen können durchaus größeren Kräften, z.B. durch Biegebelastungen, ausgesetzt sein. Um so hohe Belastungen sicher abbilden zu können, verwendet fischer automotive in speziellen Anwendungen auch Sandwich-Spritzguss. Bei diesem Verfahren werden mindestens zwei Kunststoffe zur selben Zeit eingespritzt. Der Sandwich-Spritzguss ist eine Unterart des Mehrkomponenten-Spritzguss. Monosandwich-Bauteile weisen eine durchgängige Außenhaut und einen Kern aus ein bis zwei verschiedenen Thermoplasten aus. Der Kern und die Außenhaut sind stoffschlüssig verbunden. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile:
Optische Bauteile mit hochwertigen Oberflächen bei gleichzeitig hoher Steifigkeit durch verstärkte Kerne. Zudem ermöglicht diese Spritzgusstechnologie den Einsatz von günstigerem Kernmaterial, zum Beispiel aus Rezyklat.

Sandwich Spritzguss
Heissprägen

Oberflächenveredelung - Heißprägen

Bei der Veredelung von Interieurbauteilen ist ein chromartiges Erscheinungsbild aufgrund der hochwertigen Anmutung derzeit sehr gefragt. Um Nachteile des klassischen Verchromens zu vermeiden, hat fischer automotive den Heißprägeprozess zur Veredelung von Lüftungsdüsen und weiteren Interieurbauteilen eingeführt. Dabei wird auf das aufzuwertende Bauteil eine Prägefolie mit Chromoptik in einem Heißprägeprozess aufgebracht. Dies ist eine kostengünstige und nachhaltige Methode zum Veredeln von Kunststoffbauteilen.

Oberflächenveredelung - IML

Als Anbieter von Interieurbauteilen beschäftigt sich fischer automotive natürlich auch mit Folientechnologien. Beim In Mould Labeling – kurz IML – werden Dekor- und/oder Funktionsfolien hinter- oder vorderspritzt.
Dabei übernimmt die Folie den dekorativen Part, z.B. durch Muster oder aufgebrachter Maserung, während durch den eigentlichen Spritzprozess dem Bauteil eine Strukturfestigkeit verliehen wird. fischer automotive verwendet dieses Verfahren u.a. auch um Rollos für Ablagefächer zu fertigen.

Oberflächenveredlung IML
In Mould Assembly

In-Mould-Assembly

Für besonders volumenstarke Baureihen und bei Teilen mit hoher Verwechslungsgefahr in einem händischen Montageprozess empfiehlt sich das In-Mould-Assembly-Verfahren. Dabei wird ein Teil der Montageumfänge direkt ins Werkzeug verlagert und automatisiert. Beim In-Mould-Assembly erfolgen das Spritzgießen sowie die Montage mehrerer Einzelteile in einem 2K-Werkzeug.
Die Vorteile dieses Verfahrens sind eine hohe Wiederholgenauigkeit bei Herstellung und Montage sowie die Einsparung nachfolgender Montageprozesse. Zudem ist bei In-Mould-Assembly eine Vielzahl an Materialkombinationen möglich.
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